Eine barrierefreie Badgestaltung in Oelde setzt eine sorgfältige technische Planung voraus, wobei zwischen einer zügigen Teilsanierung und einem kompletten Umbau differenziert werden muss. Der Austausch einer Badewanne gegen eine Dusche ist oft in wenigen Stunden umsetzbar, wohingegen eine komplette Badsanierung einen bodengleichen Zugang gemäß DIN 18040-2 sicherstellt. Zu den wichtigsten Kriterien zählen dabei eine zertifizierte Rutschhemmung der Bodenfliesen der Klasse R10 oder R11, die normgerechte Anbringung von Haltegriffen und bei Bedarf ein klappbarer Duschsitz. Des Weiteren ist auf genügend Bewegungsraum vor dem Waschtisch und dem WC zu achten, um im gesamten Bereich von Oelde eine problemlose Nutzung mit Hilfsmitteln wie Rollstuhl oder Gehhilfe sicherzustellen.
Am Anfang der Umsetzung steht ein Vor-Ort-Termin in Oelde für das genaue Aufmaß und die Vermessung des Badezimmers. Über die Handwerkskammer Münster lassen sich qualifizierte SHK-Fachbetriebe für die Umsetzung des Umbaus finden. Der Pflege- und Wohnberatung Stadt Oelde mit Sitz in der Ratsstiege 1, 59302 Oelde bietet eine neutrale und umfassende Erstberatung zu den erforderlichen Umbauten und den verfügbaren Fördermitteln. Abhängig vom Sanierungsumfang und der gewählten Ausstattung ist mit Kosten für einen fachmännischen Badumbau zwischen 2.800 und 9.500 Euro zu rechnen.
Die Finanzierung solcher Projekte in Oelde wird durch ein gestaffeltes System an Förderungen unterstützt. Personen mit einem anerkannten Pflegegrad haben die Möglichkeit, bei der zuständigen AOK NordWest / AOK Rheinland einen Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen nach § 40 SGB XI von bis zu 4.180 Euro pro Person zu beantragen. Zusätzlich stellt die Kreditanstalt für Wiederaufbau den Förderkredit KfW 159 “Altersgerecht Umbauen” bereit. Auf Länderebene ist eine Kombination dieser Bundesmittel mit dem Förderprogramm NRW.BANK.Barrierefreier Umbau der NRW.BANK möglich, um die Kosten für Bürger in Stadtteilen wie Oelde und Stromberg zu verringern.