Die barrierefreie Badsanierung in Brakel erfordert eine präzise technische Planung, bei der zwischen einer schnellen Teilsanierung und einer vollumfänglichen Komplettsanierung unterschieden wird. Der Austausch einer Badewanne gegen eine Dusche ist oft in wenigen Stunden umsetzbar, wohingegen eine komplette Badsanierung einen bodengleichen Zugang gemäß DIN 18040-2 sicherstellt. Von zentraler Bedeutung sind dabei eine nachgewiesene Rutschfestigkeit des Bodenbelags der Klasse R10 oder höher, die fachgerechte Befestigung von Haltegriffen und bei Notwendigkeit ein klappbarer Sitz in der Dusche. Ebenso müssen die Bewegungsflächen im Badezimmer, speziell vor Toilette und Waschbecken, ausreichend dimensioniert sein, um die Nutzung mit Rollator oder Rollstuhl in ganz Brakel zu gewährleisten.
Zunächst erfolgt ein Termin vor Ort in Brakel, bei dem das Badezimmer präzise vermessen und ein Aufmaß genommen wird. Qualifizierte Handwerksbetriebe für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, die den Umbau ausführen, sind bei der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg gelistet. Eine unabhängige und ausführliche Erstberatung bezüglich der Umbaumaßnahmen und Förderoptionen erhalten Sie beim Senioren- und Pflegeberatungsstelle des Kreises Höxter in der Moltkestraße 12, 37671 Höxter. Die Preisspanne für eine fachgerechte Badsanierung erstreckt sich abhängig von Umfang und Ausstattung von 2.800 bis 9.500 Euro.
Zur Finanzierung dieser Umbaumaßnahmen in Brakel gibt es ein mehrstufiges Fördersystem. Wer einen anerkannten Pflegegrad besitzt, kann bei der AOK NordWest / AOK Rheinland einen Zuschuss von bis zu 4.180 Euro pro Person für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen gemäß § 40 SGB XI anfordern. Zusätzlich stellt die Kreditanstalt für Wiederaufbau den Förderkredit KfW 159 “Altersgerecht Umbauen” bereit. Auf Länderebene ist eine Kombination dieser Bundesmittel mit dem Förderprogramm NRW.BANK.Barrierefreier Umbau der NRW.BANK möglich, um die Kosten für Bürger in Stadtteilen wie Auenhausen und Bellersen zu verringern.